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Der Krampus

Der Krampus ist eine Schreckgestalt in Begleitung des heiligen Nikolaus. Eine Gestalt, die wir hier in Österreich nur zu gut kennen. Während der Nikolaus den braven Kindern Geschenke macht, werden die unartigen oder schlimmen Kinder vom Krampus bestraft.

Wie wird der Krampus noch genannt?

  • Kramperl
  • Tuifl (von Teufel)
  • Bartl (Kurzform vom Bartholomäus)

Aber nicht nur in Österreich ist der „Krampus“ bekannt, sondern auch im südlichen Bayern, in der Oberpfalz, Liechtenstein, in Ungarn, Slowenien, der Slowakei, in Tschechien, Südtirol wie auch in Teilen Kroatiens. Eine dämonische Gestalt, ursprünglich aus der vorchristlichen Zeit.

Der Krampustag ist der 5. Dezember, dem Vorabend des Festes des heiligen Nikolaus am 6. Dezember. Normalerweise kommen beide am Abend des 5. Dezembers vorbei. In manchen Regionen vielleicht aber erst am 6. Dezember.

Sehr beliebt sind auch die sogenannten „Krampusumzüge“ oder der „Perchtenlauf“. Dabei verkleiden sich Jung und Alt als Krampus und ziehen mit ihren Kuhglocken und viel Lärm durch die Straßen um sich zu zeigen und um den Leuten einen Schrecken einzujagen.
Dabei sieht man die Krampusse auch gerne mit einer Rute. In meiner Kindheit gehörte es dazu, die Krampusse zu ärgern, aber nicht dabei erwischt zu werden. Das hat natürlich nicht immer funktioniert.

Die Masken sind oft aus Holz geschnitzt und auch wenn sie „grauslich“ aussehen, sind sie doch schön.
Bei einem Perchtenlauf mit Feuerwerk, Fackeln und Feuerspuckern sind die Krampusse eine Attraktion.

Wissen Sie eigentlich, was der Krampus früher mit unartigen Kindern gemacht hat?
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!

(Wikipedia – Postkarte um 1900)

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Der Heilige Nikolaus | 6. Dezember

Der Heilige Nikolaus hingegen, bitte nicht zu verwechseln mit „Santa Clause“, sieht so aus!

Einige Unterschiede zum Weihnachtsmann sind zu erkennen:

  1. Die Kopfbedeckung
  2. Der Stab
  3. Der Umhang

Das Buch ist bei beiden wiederzufinden, da sie beide, der Hl. Nikolaus und der Weihnachtsmann, genau wissen müssen, wer im vergangenen Jahr artig war und wer nicht. 

Und, wart ihr auch schön artig?

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Gedichte & Lieder für den Nikolaustag – Wer kennt Sie noch?

Lasst uns froh und munter sein
und uns recht von Herzen freun!
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik’lausabend da,
bald ist Nik’lausabend da!
Dann stell’ ich den Teller auf,
Nik’laus legt gewiss was drauf.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik’lausabend da,
bald ist Nik’lausabend da!
Wenn ich schlaf’, dann träume ich:
Jetzt bringt Nik’laus was für mich.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik’lausabend da,
bald ist Nik’lausabend da!
Wenn ich aufgestanden bin,
lauf’ ich schnell zum Teller hin.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik’lausabend da,
bald ist Nik’lausabend da!
Nik’laus ist ein guter Mann,
dem man nicht genug danken kann.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik’lausabend da,
bald ist Nik’lausabend da!

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Holler boller Rumpelsack,
Nikolaus trägt ihn huckepack.
Weihnachtsnüsse gelb und braun,
runzlig punzlig anzuschaun.
Knackt die Schale, springt der Kern
Weihnachtsnüsse ess ich gern.
Komm bald wieder in dies Haus
guter alter Nikolaus.

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Knecht Ruprecht

Von drauß vom Walde komm’ ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor,
Und wie ich so strolcht’ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:
“Knecht Ruprecht”, rief es, “alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt’ und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens ruhn;
Und morgen flieg’ ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!”
Ich sprach: “O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.” –
“Hast denn das Säcklein auch bei dir?”
Ich sprach: “Das Säcklein, das ist hier;
Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
Essen fromme Kinder gern.” –
“Hast denn die Rute auch bei dir?”
Ich sprach: “Die Rute, die ist hier;
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil, den rechten.”
Christkindlein sprach: “So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!”
Von drauß vom Walde komm’ ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hierinnen find’!
Sind’s gute Kind, sind’s böse Kind?
Theodor Storm