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Sprachen gehirngerecht vermitteln

»In der Schule gab es diejenigen, die leicht eine Fremdsprache erlernten und kaum Probleme damit hatten und andere, die sich damit sehr plagten. Waren die einen dümmer und die anderen klüger? Wohl kaum! Vermutlich hat es mitunter an der Lehrmethode gelegen. Das darf man heute schon annehmen – in Zeiten des gehirngerechten Lernens.«

Unsere Ziel bei CasaLinguae ist es unsere KursteilnehmerInnen dabei zu unterstützen eine Sprache nachhaltig zu erlernen. Das ist nur möglich, wenn wir als TrainerInnen darauf achten, die Lerntypen bei der Gestaltung des Unterrichts zu berücksichtigen.  

Sprachunterricht bei CL: CasaLinguae

Da unsere Hirne alle anders ›ticken‹ und demnach auch jede/r einzelne TeilnehmerIn im Sprachunterricht anders lernt, ist es wichtig, genau auf die Bedürfnisse der einzelnen Person oder der Gruppe einzugehen. Noch bevor der Unterricht beginnt, sollte der/die TrainerIn durch kurze Fragen feststellen, wie jede/r TeilnehmerIn gerne lernt und was er oder sie benötigt, um das Bestmögliche aus sich herauszuholen.

Vielleicht lernt es sich für manche leichter, wenn sie sich bewegen können; andere sind es gewohnt, beim Lernen etwas zu essen und einige merken sich Vokabeln durch das Erzählen von Geschichten. Die Planung des Sprachunterrichts und der Unterrichtsstunden erfolgt bei uns basierend auf den einzelnen Lerntypen der TeilnehmerInnen.

Ich bin der Meinung, dass es in einer privaten Sprachschule möglich sein sollte, die Lerntypen in die Gestaltung des Unterrichts zu integrieren, denn nur so können wir garantieren, dass der Großteil der TeilnehmerInnen zufrieden mit sich ist und am Ende des Kurses sagt: ›Ich habe etwas gelernt, und das Gelernte kann ich auch tatsächlich anwenden.

Meine Schulzeit

Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, hatten wir meist einen Frontalunterricht. Die SchülerInnen wurden nicht in den Unterricht miteinbezogen und es wurde schon gar nicht darauf eingegangen, wie der einzelne Schüler oder die Schülerin besser lernen oder von welcher Methode er denn eventuell profitieren könnte.

Den Unterricht lerntypengerecht zu gestalten, gibt den TeilnehmerInnen die Chance, auf eine andere Art und Weise neue Vokabeln oder Sätze in einer Fremdsprache zu erlernen und besser zu merken. Glauben Sie nicht auch, dass es sich mit Musikuntermalung oder mit (gesunden) Naschereien am Tisch entspannter lernt?

Einige würden sofort mit ›ja‹ antworten, andere wiederum nicht. Und um genau das geht es. Herauszufinden, was jede/r Einzelne im Unterricht braucht, um das gesetzte Ziel zu erreichen.

Vokabeln lernen

Die Herausforderung beim Auswendiglernen ist, dass die KursteilnehmerInnen sich zwar die einzelnen Wörter merken, sich aber schwertun, wenn es darum geht, vollständige Sätze zu bilden. Um sicherzustellen, dass die TeilnehmerInnen nicht nur die einzelnen Vokabeln erkennen, sondern den gesamten Kontext verstehen, ist es im Sprachunterricht besonders wichtig, die gelernten Vokabeln auch tatsächlich anzuwenden.

Ein Tipp von mir ist, fünf bis sieben Wörter in den beruflichen Alltag oder im privaten Leben einzubauen. Im Unterricht werden die Wörter ausgesucht und man überlegt gemeinsam, wo man sie denn eventuell einbauen könnte, wie z.B. in einer E-Mail, in Gesprächen mit KollegInnen, Freunden oder der Familie.

Eine Methode, die sich im Unterricht oft bewährt hat, ist ein Bild im Kopf der TeilnehmerInnen zu erschaffen, an das sie sich erinnern – eine Eselsbrücke sozusagen.

Lernsetting

Es gilt herauszufinden, wann sich der Lernende am wohlsten fühlt. Am besten in oder sogar noch vor der ersten Stunde. Nur dann ist ein nachhaltiger Lernerfolg gegeben. Ein paar Fragen reichen aus, um zu sehen, was er oder sie braucht, um eine Sprache nachhaltig zu lernen.

Viele Dinge kann man als Lernender nicht beeinflussen. Wenn man zum Beispiel nur am Abend Zeit hat, einen Sprachkurs zu besuchen, aber überhaupt nicht der Typ Mensch ist, der gerne am Abend lernt, dann kann sich das Lernen schwierig gestalten.

Wenn der/die TrainerIn das aber weiß, kann er oder sie prüfen, welche Rahmenbedingungen der Lernende noch benötigt, um ihn beim Lernen zu unterstützen. Vielleicht hilft es, in Kleingruppen gewisse Themen zu erarbeiten und die Lernenden vergessen, dass es schon 20 Uhr abends ist und sie bereits auf der Couch sitzen möchten.

Fazit

Sprachen lernen funktioniert vor allem dann nachhaltig, wenn die Motivation, die Sprache zu erlernen, groß ist. Lernen ist ein individueller Prozess, jeder lernt mit seinen eigenen Methoden und in seiner eigenen Geschwindigkeit.

»Von nichts kommt nichts«, meinte schon Vera F. Birkenbihl.

Lernen, ohne dafür etwas zu tun, funktioniert bei niemandem. Außerdem ist es für unser Hirn förderlich, wenn wir dem Lernen eine gute Struktur geben, und z. B. neue Vokabeln schnell in einen Kontext setzen, den wir uns leichter merken können. Erkennen Sie selbst, welcher Lerntyp Sie sind und zu welchen Zeiten Sie effizient lernen können.

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Lerntypen & Lernstile

Ihren Lernstil zu kennen hilft Ihnen dabei, Informationen schneller und einfacher aufzunehmen. Das Lernen und das Weiterbilden macht dann umso mehr Spaß. Finden Sie noch heute heraus, welcher Lerntyp Sie sind und was Sie beim Lernen beeinflusst.

LSA Mini Complete – Kinder zwischen 5 – 10 Jahren
LSA Junior Complete – Kinder zwischen 7 – 13 Jahren
LSA Senior Complete – Jugendliche zwischen 14 – 18 Jahren
LSA Adult – ab 18 Jahren

Hier gehts zu den Lernstil-Tests: Learning Style Prashnig – Lernstile

Auszüge aus dem Magazin TRAiNiNG | Artikel: „My brother goes to school 

Wenn die Kultur den Unterschied macht

Seit einigen Jahren erfahren interkulturelle Seminare einen Höhenflug. Das ist selbstredend durch die steigende Globalisierung zu erklären. Immer mehr Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen arbeiten immer öfter zusammen, ob im Ausland oder in Österreich.

Interkulturelles Lernen

Wie werden in einem Seminar interkulturelle Kompetenzen vermittelt?
Welche Kompetenzen sind es überhaupt?
Welche Übungen können den Lernerfolg vertiefen?

Seminarablauf bei CL: CasaLinguae

Je mehr man über andere Kulturen und deren Business-Etiquette weiß, desto sicherer kann man agieren und desto wohler fühlt man sich. Die zusätzlichen Module (interkulturelle Workshops) dienen dazu, sich auf ein bestimmtes Land zu konzentrieren, Übungen zu machen und einen Leitfaden für die nächste private oder geschäftliche Reise zu erstellen.

TeilnehmerInnen

Noch bevor das Seminar beginnt, versuche ich herauszufinden, woher die Teilnehmer kommen. Anhand dessen werden in einer Übung zu jedem Land einige Aussagen aufgeschrieben. Dazu zählen auch Vorurteile dem Land oder Personen gegenüber.

Die Länder, die im Seminar vertreten sind, werden ebenfalls aufgelistet. Die Teilnehmer werden dann in Kleingruppen eingeteilt und sollen die Aussagen einem Land oder einer Kultur zuordnen, danach werden die Antworten verglichen.

Es gibt prinzipiell eine Auflösung, nach der gewisse Aussagen einem bestimmten Land zuzuordnen wären, aber im Grunde geht es um den einzelnen Menschen, und daher polarisieren die Antworten auch.

Man hört dann im Seminar sehr häufig ›So bin ich doch gar nicht!‹ Und das ist ein guter Anfang!

Wozu dient das Interkulturelle Seminar?

Es geht im Seminar nicht darum, sofort die eigene Einstellung zu ändern, sondern sich bewusst zu werden, dass es Unterschiede gibt und zu verstehen, warum Personen im direkten Umfeld anders arbeiten und denken als andere. Daher erhalten unsere Seminarteilnehmer einen Einblick in andere Kulturen und inwiefern sich diese von ihrer unterscheiden.

Die Übungen sind so ausgelegt, dass die Teilnehmer nicht nur die Kultur der anderen Person kennenlernt, sondern auch die eigene unter die Lupe nimmt und herausarbeitet, wo Reibungspunkte oder Konflikte entstehen könnten, um diese eventuell in Zukunft zu vermeiden. In unserem 2-tägigen Seminar lernt man zu akzeptieren, dass nicht jeder gleich ist und nicht immer so handelt wie man selbst, und dass es genau diese Unterschiede sind, die uns ausmachen.

Neue Entwicklungen

Vor einigen Jahrzehnten war das interkulturelle Lernen kein allzu großes Thema. Mit der Globalisierung und der weltweiten Vernetzung über soziale Medien und dem Internet änderte sich die Einstellung dazu stark. Bereits in den Schulen werden die Schüler dazu erzogen, offener mit anderen Kulturen umzugehen.

Bei Firmen spielt es eine immer wichtigere Rolle, da die Teams international tätig sind und die Teammitglieder aus anderen Ländern kommen und zusammenarbeiten. Ein kulturelles Verständnis ist von größter Bedeutung, allerdings muss das Bewusstsein der Firmen und jedes Einzelnen in Bezug auf das interkulturelle Lernen noch geschärft werden.

Auszug aus dem Magazin TRAiNiNG „Wenn die Kultur den Unterschied macht“ 

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Interkulturelle Seminare & Workshops bei CL: 

Möchten Sie mehr über andere Kulturen erfahren und in Zukunft in kein Fettnäpfchen mehr treten, dann melden Sie sich noch heute für das nächste Interkulturelle Seminar oder einen Workshop an.

Entwickeln Sie Interkulturelle Kompetenzen und lernen Sie mit Hilfe unseres Trainings andere Kulturen kennen und verstehen.

Für weitere Infos zum Training oder den Workshops klicken Sie bitte hier