Marrakesch –  Hier trifft Tradition auf Weltoffenheit

Marrakesch ist nicht nur die Perle Marokkos, sondern auch die erste Kulturhauptstadt Afrikas – Warum genau diese Metropole und was erwartet Sie in Marokko? Wir haben uns die kulturellen Besonderheiten einmal angeschaut und uns die Frage gestellt: Was ist eigentlich typisch marokkanisch?

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Läuft man durch die Straßen der Medina in Marrakesch ist eines sicher: Es gibt viel zu entdecken. Bereits nach wenigen Flugstunden findet man sich zwischen prunkvoller Architektur und orientalischen Gerüchen wieder. Für viele erfüllt sich hier der Traum von dem Abenteuer im Orient. Und das führt uns auch gleich zur ersten Frage:

Orient- was versteht man darunter?

Im Laufe der Geschichte wechselte die Bedeutung des Begriffs und damit auch die Länder, die zum Orient gezählt werden. Auch heute noch gibt es in den unterschiedlichen Sprachräumen unterschiedliche Auffassungen welche Länder der Orient umfasst.

Ursprünglich bezeichnete der Orient eine der vier römischen Weltgegenden, war also eine Richtungsangabe. Doch der Begriff wurde über die Jahrhunderte von geographischen, politischen, sprachwissenschaftlichen und kulturellen Überlegungen geprägt. Im deutschen Sprachraum benutzte man den Begriff ab dem 19. Jahrhundert als Bezeichnung für die asiatische Welt. Später wurden dann auch Länder Südeuropas und des Balkans dazugezählt und dann auch fast alle afrikanischen Länder. Deshalb wird auch Marokko im deutschsprachigen Raum heute zum Orient gezählt.

Zwischen Schlangenbeschwörern und westlichen Einflüssen

Die orientalischen Einflüsse lassen sich am besten in der Medina von Marrakesch entdecken. Der berühmte Marktplatz Djemaa el Fna ist das Herz Marrakeschs und hier findet man sich schnell zwischen Schlangenbeschwörer, Malern, Musikern und anderen Künstlern wieder. Und die Kulinarik kommt natürlich auch nicht zu kurz, denn es gibt zahlreiche Essensstände mit Leckereien.

Sprachen in Marokko

Staatssprache in Marokko ist Arabisch, doch auch Französisch ist weit verbreitet und die zweite Amts- und Verkehrssprache. Durch die Nähe zu Spanien wird in manchen Teilen des Nordens auch Spanisch gesprochen. Und nicht zu vergessen sind die unterschiedlichen Berberdialekte.

Architektur – zwischen alten Mauern und prunkvollen Gebäuden 

Bereits bei der Recherche nach Unterkünften fällt auf, dass man im Marokko oft nicht von Pensionen oder Hotels, sondern von Riads spricht. Das sind die traditionellen Stadtpaläste mit liebevoll gestalteten Innenhöfen. Gerade wegen ihrer gepflegten Gärten und gemütlichen Dachterassen mit tollen Ausblicken über die Stadt, sind sie sehr gefragt. Sie wurden oft für den marokkanischen Baustil im Ausland als Vorlage benutzt, was man an vielen Häusern Frankreichs erkennen kann. Besonders in Südmarokko ist außerdem die Baukunst der Berber verbreitet. Als Baumaterialen dienten Materialien die bereits vorhanden waren, wie beispielsweise Bruchsteine, Lehm, Palmstämme und Schilf. Die Bauwerke gewähren einen tiefen Einblick in die Geschichte und die immer mehr schwindende Kultur eines traditionellen Volkes.

Allgemein kann man sagen, dass die Architektur viel Traditionelles aufweist, aber auch durch Einwanderer sowie religiöse und kulturelle Einflüsse geprägt wurde und traditionelle Baustile mit exotischen, bunten, majestätischen und modernen Einflüssen kombiniert.

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Wir fassen zusammen: Marokko ist ein von Traditionen und modernen Einflüssen geprägtes Land, das bunt, schlicht, modern, majestätisch, hektisch und verträumt zugleich sein kann.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Oder haben Sie einfach Lust Ihre französischen/arabischen Sprachkenntnisse anzuwenden oder zu verbessern? Oder einfach einen kulinarischen Ausflug nach Marokko zu machen, und das ganze innerhalb Wiens?

Dann begleiten Sie uns bei unserem marokkanischen Abend im Rahmen unseres Diversity-Projektes In 80 Tagen um die Welt.

Am 30. März 2020 findet der kulturelle Abend statt, mit einer Sprachtrainerin, die den ganzen Abend leitet + landestypische Speisen und Getränke!